Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

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Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

Beitrag von gasafschick » 23. Mai 2015, 00:31

Grüßt euch.

meine Kupplung kommt sehr spät und ich habe einen sehr kurzen Schleifpunt....habe bereits die Kupplung zerlegt - nachgemessen - alles eig. in Toleranz. Was meint ihr an was das liegen könnte? Oder können belge verschlissen auch wenn sie die Erforderliche Stärke noch haben?
Gruß Rudi

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Re: Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

Beitrag von Optikman » 23. Mai 2015, 15:51

Am Hebel und unten an der Umlenkung haste schon eingestellt?

Rutscht die Kupplung bei starker Belastung (also bei relativ hohn Drehzahlen wenn du aufreißt)?

MfG

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Re: Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

Beitrag von gasafschick » 23. Mai 2015, 18:01

mit den Einstellungschrauben wird ja nur das Kupplungsspiel eingestellt nicht der schleifpunkt, verstehe ich das richtig?(trotzdem breits probiert) Hatte bis jetzt kein Kupplungsrutschen.

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Re: Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

Beitrag von BadStranger » 23. Mai 2015, 19:06

Du musst unten den Schleifpunkt einstellen, da sich mit der Zeit der Kupplungszug längt.

Prüf den mal genau ob der nicht schon angerissen ist.

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Re: Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

Beitrag von Jan » 16. Juni 2015, 21:56

Interessehalber, fehler gefunden?
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Re: Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

Beitrag von gasafschick » 17. Juni 2015, 12:31

hey.
ja komplett gewechselt:) jetzt passt wieder.

wie gesagt
oben oder unten am rädchen drehen ändert sich nur das Kupplungsspiel.

also Lamellen, Stahlscheiben und Federen getauscht. Habe jetzt wieder einen großzügigen Schleifpunkt und kann normal losfahren ohne das der Bock nen spurng nach vorne macht^^

wer weiß evtl hätten es neue federn auch getan?! Lamellen waren alle in Toleranz.

habe lucas sachen verbaut.
(ging um eine r6 rj03) spielt aber keine Rolle...alles das gleiche

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Re: Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

Beitrag von Jan » 18. Juni 2015, 22:26

Super gut zu wissen, :ymapplause: :D

Hätte auch auf die federn getippt
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Re: Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

Beitrag von kasapv » 20. Juni 2015, 13:52

So lange die Kupplung nicht durchrutscht, ist sie nicht verschlissen, m.M.n. Fängt anfangs bei hohen Drehzahlen an und je größer der Verschleiß, desto eher (niedrigere Drehzahlen) rutscht sie dann durch.

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Re: Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

Beitrag von Lutze » 20. Juni 2015, 22:04

Eine Kupplung ist dann verschlissen wenn Stahl und Reibscheiben nicht mehr das Mindestmaß haben, da muss sie noch nicht rutschen.
Oder aber wenn die Scheiben verbrannt(überhitzt sind).
Warum da die Federn Schuld sein sollen ist mir auf Anhieb nicht klar, gibt es da eine technische Erklärung für?
Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte.

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Re: Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

Beitrag von kasapv » 20. Juni 2015, 23:37

Ist bestimmt richtig mit dem Mindestmaß. Da ich als normalsterblicher LS-Fahrer aber nicht die Kupplung öffne, ohne das etwas damit nicht stimmt, wechsel ich, wenn sie rutscht.

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Re: Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

Beitrag von Speed Freak » 21. Juni 2015, 11:13

Das angegebene Verschleißmaß der Stahl und Reibscheiben ist schlicht und einfach nur der Punkt wo der Hersteller garantiert, dass die Kupplung bei intakten Federn noch nicht durchrutscht.
Außerdem ist es ein Sicherheitsmaß, verschleiß hat man fast nur auf den Reibscheiben sofern die Kupplung nicht schon lange rutscht oder eben die Reibscheiben schon keinen Belag mehr haben (Metall auf Metall).
D.h. die Stahlscheiben sollten eigentlich erst bei Laufleistungen von 500000km getauscht werden müssen...

Es gibt aber mehrere Gründe warum die Kupplung auch mit auf den ersten Blick intakten Reibscheiben nicht mehr (sauber) funktioniert:
- Zu schwache Feder: Über die Zeit setzen sich Federn und haben dann zu wenig Druckkraft, die Kupplung rutscht. Die Federn sind original grenzwertig schwach um die Handkraft gering zu halten.
- Verglaste Reibbeläge (ausgelöst durch rutschen): Die Beläge haben eine Spiegelglatte Oberfläche und der Reibwert zu den Stahlscheiben ist zu gering, Kupplung rutscht oder trennt nicht suaber (Lamellen kleben aneinander wie wenn man 2 nasse Glasplatten aufeinanderlegt).
- Rattermarken mit Grat in Korb und Nabe (Kontaktstelle der Lamellen zum Korb): Kann sowohl Probleme beim trennen als auch beim schließen der Kupplung machen, entgraten hilft oft schon, sonst neuer Korb. Idr. ist die Nabe davon stärker betroffen weil dort die Stahlscheiben auf die Alunabe auftreffen.
- Falsches Öl: Führt ebenfalls zu Problemen beim trennen und zu Kupplungsrutschen, da gibts trotz Normen kein "das Öl funktioniert immer" sondern jedes Motorrad verhält sich meiner Erfahrung nach etwas anders.


Zum Ursprungsproblem: Vl. hätte geholfen den Kupplungskorb zu entgraten, gut möglich, dass die Lamellen am Druckpunkt einfach an einem Grat festgehängt sind und dann beim überwinden von dem Grat plötzlich gegriffen haben.
Aber wenns mit dem Wechsel weg ist hats ja auch so funktioniert :)
Polradabzieher für RN01-09 benötigt?
Hier gibts mehr Infos: http://forum.r1club.com/viewtopic.php?f=13&t=50131

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Re: Kupplung kommt spät, kurzer Schleifpunt -> verschlissen?

Beitrag von gasafschick » 22. Juni 2015, 19:44

Bike hatte 33 tkm runter mit einigen Vorbesitzer. Dachte mir schadet mal nicht komplett zu wechseln. Hatte die geizhals Methode schon im Sinn...aber hatte doch keine lust eins nach dem anderen zu wechseln und zu schauen obs besser wird;) . Komplett neu rein und erledigt.

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